Kritische Infrastrukturen (KRITIS)

In der öffentlichen Wahrnehmung wird der Katastrophenschutz oftmals als eine rein reaktive Aufgabe wahrgenommen, die erst mit Eintritt oder dem unmittelbaren Bevorstehen eines Schadensereignisses eingreift. Das Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz (LfBK) möchte als Dienstleitungs- und Kompetenzzentrum für die nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr zum Schutz der kritischen Infrastruktur bereits im Vorfeld von möglichen Ereignissen bezüglich präventiver Maßnahmen beraten.

Was sind kritische Infrastrukturen?

Wasser, Strom, Kommunikation, Lebensmittel oder der öffentliche Nahverkehr: All dies sind für uns alltägliche Dinge, die jedoch für uns als Gesellschaft lebensnotwendig sind. In Deutschland wird die Versorgung mit diesen und weiteren wichtigen Gütern und Dienstleistungen durch sogenannte kritische Infrastrukturen übernommen. Das Bundesministerium des Innern definiert kritische Infrastrukturen als „Organisationen und Einrichtungen mit wichtiger Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen, bei deren Ausfall oder Beeinträchtigung nachhaltig wirkende Versorgungsengpässe, erhebliche Störungen der öffentlichen Sicherheit oder andere dramatische Folgen eintreten würden.“1  Stromnetze, Wasserwerke, Krankenhäuser, Kommunikationssysteme oder Transportwege: All diese Infrastrukturen sind das Rückgrat einer modernen Gesellschaft und Grundlage für unseren Alltag.

Was wir leisten

Gefährdungen und Bedrohungen für die kritische Infrastruktur können von Naturereignissen über technische Störungen bis hin zu vorsätzlichen Angriffen reichen. Somit ist es erforderlich, dass der Schutz unserer kritischen Infrastruktur mit einem ganzheitlichen und interdisziplinären Ansatz erfolgen muss. Die Beratungsleistung für den Schutz der kritischen Infrastruktur für Zwecke des Katastrophenschutzes ist Aufgabe des Referates P4 „Schutz kritischer Infrastrukturen“ innerhalb der Abteilung P „Risikomanagement und Vorplanung“ im LfBK.

Aufgabenschwerpunkte des Referates P4 sind hierbei insbesondere:

  • die fachliche Beratung der kommunalen Aufgabenträger beim Schutz der kritischen Infrastrukturen für Zwecke des Katastrophenschutzes
  • die Förderung der Vernetzung und Zusammenarbeit von staatlichen und privaten Akteuren
  • die Weiterentwicklung von Strukturen und Konzepten zur Erhöhung der Resilienz der kritischen Infrastruktur in Rheinland-Pfalz

Sie möchten uns kontaktieren?

Sie erreichen uns über: KRITIS(at)lfbk.rlp.de


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1Bundesministerium des Innern, Nationale Strategie zum Schutz Kritischer Infrastrukturen (KRITIS-Strategie), S. 9.