Im Juni trafen sich rund 40 Brand- und Katastrophenschutzinspekteure und deren Stellvertreter aus Rheinland-Pfalz zu einer zweitägigen Weiterbildung an der Akademie des Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz. Die Veranstaltung wurde von Vizepräsident Thomas Weimer und Abteilungsleiter Akademie Thomas Kreuz eröffnet, beide hoben die Bedeutung praxisnaher Ausbildung und die Stärkung der Führungskompetenzen auf Kreisebene hervor. Ziel der jährlichen Fortbildung ist es, die Entscheidungsfähigkeit der Leitungskräfte der unteren Katastrophenschutzbehörden zu festigen sowie die Zusammenarbeit im Einsatzfall zu fördern.
Am Freitag standen zunächst die neuen rechtlichen Grundlagen im Vordergrund, insbesondere die Zuständigkeiten, die Übernahme der Gesamtleitung und die vorhandenen Änderungen der Rechtsgrundlagen wurden gemeinsam mit einer Referentin aus dem Ministerium des Innern, für Integration und Verkehr erörtert.
Mit einem Referenten aus dem Bereich der Wasserwirtschaft konnten anschließend die Gefährdungsbilder, Warnketten und Handlungsoptionen bei Hochwasser und Starkregen diskutiert werden, um die Teilnehmenden für wetterbedingte Großschadenslagen zu sensibilisieren und Handlungs- sowie Unterstützungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Im Anschluss an die Vorträge sowie am Samstag standen praxisorientierte, interaktive Übungen im Mittelpunkt:
Mehrere realitätsnahe Szenarien zu Großschadenslagen wurden durchgespielt, wobei die Teilnehmenden unter einem gewissen Zeitdruck Entscheidungen zur Übernahme der operativ-taktischen Einsatzleitung, zur Priorisierung und Durchführung von ersten Maßnahmen sowie zur Einweisung weiterer Führungskräfte treffen mussten.
Die Übungen ermöglichten es, Entscheidungsprozesse, Kommunikationswege und Schnittstellen in einem geschützten Rahmen zu erproben und konkrete Handlungsoptionen für die Umsetzung in realen kommunalen Lagen mitzunehmen.



