Koblenz / RLP. Der diesjährige Lehrgang für Leitende Notärzte (LNA) und Organisatorische Leiter (OrgL) fand vom 26. bis 30. Mai 2026 mit einer Präsenzwoche an der Akademie im Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz in Koblenz statt.
Zu Beginn der Ausbildungswoche konnte Akademieleiter Thomas Kreuz die Teilnehmenden sowie die Dozentinnen und Dozenten begrüßen. Insgesamt wurden 22 angehende Leitende Notärztinnen und Notärzte sowie 24 Organisatorische Leiterinnen und Leiter in Zusammenarbeit mit der Akademie für ärztliche Fortbildung Rheinland-Pfalz und weiteren Kooperationspartnern ausgebildet. LNA und OrgL übernehmen gemeinsam die Abschnittsleitung Gesundheit im kommunalen Katastrophenschutz und tragen damit eine zentrale Verantwortung bei Großschadenslagen.
Bereits vor der Präsenzphase haben die Teilnehmenden sich im Rahmen eines Online-Kurses auf die Inhalte vorbereitet. Während der Präsenzwoche wurden die Lehrinhalte in Vorträgen, Workshops sowie Plan- und Praxisübungen vermittelt. Besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der engen Zusammenarbeit aller Beteiligten sowie dem strukturierten Vorgehen in komplexen Einsatzlagen.
Den Höhepunkt des Lehrgangs bildeten die Rotationsübungen am Samstag, 30. Mai. Mit über 200 beteiligten Personen wurden realitätsnahe Einsatzszenarien dargestellt. An insgesamt fünf Stationen – darunter eine Sichtungsübung, eine erweiterte Patientenablage mit Transportorganisation, eine Betreuungsstelle mit Psychosozialer Notfallversorgung (PSNV), Führungsunterstützung sowie eine Einsatzstelle „Verkehrsunfall-Zug“ – konnten die Teilnehmenden ihr Wissen praktisch anwenden und vertiefen.
Zur möglichst realistischen Darstellung der Lagen trugen zahlreiche Verletztendarstellerinnen und -darsteller bei, die entsprechend präpariert wurden und durch ihr teilweise emotionales Spiel eindrucksvolle Einsatzsituationen simulierten. Einheiten der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Hilfsorganisationen unterstützten die Übungen mit entsprechenden Einsatzkräften.
Die möglichst realistische Übungsdarstellung mit Pyrotechnik und Rauch zeigte am Samstag auch ihre realen Gefahren. Bei der letzten Übung drehte der Wind und einzelne Personen atmeten kurzzeitig Rauchgase ein. Sie wurden mit dem Verdacht einer Rauchvergiftung sofort betreut und behandelt.
Am Ende der Woche zogen sowohl die Teilnehmenden als auch die Lehrgangsleitung für die Ausbildung eine positive Bilanz. Akademieleiter Thomas Kreuz dankte allen beteiligten Kräften und Kooperationspartnern für ihr großes Engagement in der Ausbildung der Abschnittsleitung Gesundheit.


